02.07.2015 Informationen für Teilnehmer am AfD-Bundesparteitag in Essen

Für den Bundesparteitag in Essen am 04. / 05. Juli 2015 erscheint eine erneute Sonderausgabe der Zeitung POLIFAKT. Sie enthält viele nützliche Informationen für Teilnehmer des Parteitages. Aber auch interessante Beiträge für diejengen, die es leider nicht möglich machen können. Sie können die Zeitung hier online lesen: POLIFAKT Sonderausgabe zum Bundesparteitag in Essen

Für alle, die sich am Ende doch noch aufmachen könnten, gilt: Es gibt keine Anmeldefrist. Wenn Sie AfD-Mitglied sind, am Samstag aufwachen und spontan entscheiden, dass sie gerne kommen möchten, genügt der Personalausweis, um sich an den richtungsweisenden Entscheidungen des Parteitages zu beteiligen.

 

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02.07.2015 Gemeinsam statt Einsam: Für eine AfD ohne Lucke und den Weckruf

Viele Wochen haben wir uns auf den Bundesparteitag der AfD vorbereitet, der nun am Samstag beginnt. Viele werden schon morgen Abend anreisen. Viele Wochen, in denen auch wir hier versucht haben, die Besucher dieser Seite über den Weckruf aufzuklären. Der Worte sind genug gewechselt. Wer in Essen für Parteimitglieder wie Bernd Lucke, Ulrike Trebesius oder Bernd Kölmel stimmt, dem ist nicht mehr zu helfen. Wir sehen uns alle in Essen. Bis dahin und als Einstimmung empfehlen wir das folgende Video:

29.06.2015 Der Weckruf lässt die Maske fallen: Live-Mitschnitt aus Achim

Der Weckruf hat sich große Mühe gegeben, bei seiner Veranstaltung am 28.06.2015 in Achim unter sich zu bleiben. Man hat nur ausgewählte Weckruf-Mitglieder zugelassen. Sie mussten sich vorher per E-Mail bei Bernd Vogel anmelden. Aber es muss auch in Achim wieder AfD-Mitglieder gegeben haben, die aufgewacht sind und zu der Erkenntnis gelangt sind, dass der Weckruf für die AfD nicht gut sein kann. Anders ist es nicht zu erklären, dass es sogar einen Ton-Mitschnitt der Veranstaltung geben soll, der vieles offenbaren soll, was Sie schon immer über den Weckruf wissen wollten. Seine Ziele, seine Strategie für den Bundesparteitag am 04./05.07.2015, warum er bisher nur 8 Mitglieder hat, aber 3.900 Bewerber für eine Mitgliedschaft, was er mit missliebigen Parteimitgliedern machen will, was man von demokratisch gewählten Landesvorständen hält und ob es einen Plan B für den Fall gibt, dass sich die Wunschträume auf dem Bundesparteitag nicht erfüllen. Auch was uns von der IBA angeht, soll die Marschrichtung klar sein. Es soll gesagt worden sein, wir  müssten „marginalisiert“ werden, am besten ausgeschlossen. Und zwar alle, einschließlich sämtlicher Mitläufer.

Verschiedenen Quellen haben sich zu den Inhalten der Veranstaltung geäußert. Demnach sei es erschreckend, wie gut der Weckruf durchorganisiert ist. Bernd Lucke, einer der Hauptredner, soll hier seine gesamte Strategie, sein Tableau und seine Organisation für den Parteitag offenbart haben. Hier ein Auszug der Berichte, die uns erreichten:

TAGESORDNUNG:

  • Lucke will definitiv die Satzungsdebatte von der Tagesordnung zu streichen.
  • Der Antrag von Julian Flak zur Unvereinbarkeit Doppelmitgliedschaft Weckruf und AfD ist sehr gefährlich. Der muß unbedingt verhindert werden.
  • Das muß durch TO-Antrag Streichung (Nichtbefassung) oder Verschiebung unbedingt verhindert werden.

 WENN LUCKE VERLIERT:

  • Es ist dann eine „dramatische Entscheidung“ zu treffen, aber erst 14 Tage später (!) in Kassel
  • Lucke wird sich zurückziehen, wenn er verliert, und erwartet das auch von Frauke Petry
  • Er wird dann Petry Kandidaten empfehlen lassen und keine eigenen Empfehlungen mehr geben

WENN LUCKE GEWINNT:

  • Er empfiehlt Kandidaten
  • Er empfiehlt Leute, die den Weckruf nicht gut gefunden haben
  • Petry-Kandidaten fahren auf dem „Frauke-Ticket“, einige findet er gut, Namen nicht genannt (?)
  • Sein Tableau ist flexibel auf den Verlauf des Parteitags angepasst (Tableau siehe unten)

ORGANISATION:

  • Es gibt 70 Koordinatoren in allen Ländern, regelmäßige Telko mit jeweiligen Ländervertreten einmal in der Woche Montags
  • Sowohl E-Mail, SMS, als auch WhatsApp während des Parteitages
  • 50-60 Multiplikatoren, die durch die Halle laufen, per Handzeichen koordiniert
  • Lucke wird Kandidaten vorschlagen, im Falle einer Wahl, außerdem natürlich per WhatsApp, Mail, SMS
  • Mit FP will er unter keinen Umständen in den gleichen Vorstand
  • Er wird sagen, dass beide nur kandidieren für den ersten Vorsitzenden und erwartet, dass FP das auch tut
  • FP sollte die Größe haben, ebenfalls nicht weiterzukandidieren, wenn Lucke gewinnt
  • Er wird FP als Lügnerin bezeichnen, falls sie doch weiterkandidiert
  • Absolute Disziplin wird verlangt und vorgelebt. ALLES wird durchorganisiert.

MOBILISIERUNG:

  • Beispiel: 29 Mitglieder von 90 kommen für den Weckruf (Melanie Wever)
  • Telefon-Aktionen bis kurz vor Schluss
  • Genaue Zahlen wurde nicht genannt
  • Optimismus wurde jedoch verbreitet, man ist sich sicher, zu gewinnen. Man ist Felsenfest überzeugt!

SONSTIGES

  • Gustav Greve missbilligt den Weckruf („kreuzunglücklich“ BL)
  • Alle Länderkoordinatoren telefonieren ehemalige Mitglieder ab, man will sie nach dem gewonnenen Parteitag wieder in die Partei holen

WECKRUF-TABLEAU:

Vorsitzender:

  • Bernd Lucke

Stellvertreter:

  • Kölmel, Greve, Trebesius

Beisitzer:

  • Hans-Herrmann Schreier, Basibüyük

Schatzmeister:

  • Seghitz (Oder Segitz?) aus Bayern

Generalsekretär:

  • Yordulmaz

TAGUNGSPRÄSIDIUM:

Werden vor Ort empfohlen, über o.g. Kommunikationsstränge

WEITERES:

  • Vor Ort werden Vertraute benannt, bzw. empfohlen
  • Gewinnt der Weckruf, will man die Mitglieder, die dem Gegenlager angehören, aus der Partei „heraus marginalisieren“. Diejenigen die von Nutzen sein könnten, sollen „eingefangen“ werden durch ihre Kreisverbände. Für alle anderen gibt es kein Patentrezept. Erwünscht sind sie nicht, auch Mitläufer nicht (explizit IBANI-Mitläufer wurden als Beispiel genannt)
  • Hessen, Saarland, NRW und Niedersachsen werden äußerst kritisch gesehen, nix Neues…
  • Das Lucke-Lager geht fest davon aus, zu gewinnen.
  • Die planen rigoros durch, von der ersten bis zur letzten Minute des Parteitags. Auf maximale Disziplin wird äußersten Wert gelegt, mehrfach wird darauf hingewiesen.
  • Die Weckruf-Veranstaltung am Freitag in der „Dampfe“ ist öffentlich. Man will dort unentschlossene Mitglieder für sich gewinnen.

21.06.2015 Weckruf droht: Wir bleiben auf jeden Fall

Am 19.06. haben wir hier einen Kurzbericht über eine Veranstaltung des Weckrufes in Hamburg veröffentlicht. Darin haben wir 3 mögliche Szenarien geschildert, auf die sich der Weckruf, abhängig vom Verlauf des Bundesparteitages am 4./5.07. in Essen, vorbereitet. Zu diesem Bericht gab es eine Diskussion mit einem Registrierten des Weckrufes, wonach das Szenario 2 und 3 in Hamburg nicht genauso vorgetragen worden sei.

Einen wesentlich detailierteren Bericht zu der Veranstaltung in Hamburg können Sie hier nachlesen: http://journalistenwatch.com/cms/weckruf-2015-das-protokoll-der-schande/.  Demnach ist nicht gesagt worden, der Weckruf wolle geschlossen aus der Partei austreten, falls Bernd Lucke nicht Parteivorsitzender werde oder aber keine Mehrheit im neuen Bundesvorstand habe, sondern nur, Lucke mache da nicht mit.

Nun gibt es natürlich Interpretationsspielraum dazu, was es bedeutet, wenn Lucke sagt, er mache da nicht mit. Das könnte heißen, der Weckruf tritt aus, nur einige Registrierte des Weckrufes treten aus, Lucke tritt aus oder auch, Bernd Lucke tritt nur kein Amt in einem nicht wunschgemäßen Bundesvorstand an. Es gibt Äußerungen von Registrierten des Weckrufes, wonach man bei nicht wunschgemäßem Ergebnis geschlossen austreten wolle.

Es gibt aber auch neuerdings Äußerungen, selbst von Gründungsmitgliedern und Erstunterzeichnern des Weckrufes, sie würden auf keinen Fall bei einer Parteineugründung dabei sein oder auch, sie würden auf keinen Fall aus der AfD austreten. Man kann das auch als Drohung empfinden.

Jedenfalls gibt es jetzt einen neuen Bericht von einer weiteren Weckruf-Veranstaltung in Köln, der ein anderes Szenario für den Fall zeichnet, dass Bernd Lucke seine Ziele in Essen nicht erreicht. Ist es die Folge der Erkenntnis, dass viele Weckrufer bei einem Austritt nicht folgen wollen? Ist es die staatliche Parteienfinanzierung aus unseren gemeinsamen, erfolgreichen Wahlkämpfen? Wir wissen es nicht. Hier der Bericht von der „geschlossenen“ Weckruf-Veranstaltung am 20.06. in Köln:

Einige Kernaussagen von Kölmel und Eibe Hinrichs (Lucke-Angestellter der EKR-Fraktion) auf der gestrigen (geschlossenen) Weckruf-Veranstaltung in Köln (ca. 70 Teilnehmer):

1.) Der Weckruf wird massiv finanziell unterstützt (einige Großspenden von Unternehmern) und kann demnach Kampagnen, Veranstaltungen und Personal auf lange Sicht finanzieren.

2.) Lucke und die Weckrufler werden unabhängig vom Ausgang des BPT in Essen NICHT (wie in einigen FB-Gruppen behauptet) die Partei geschlossen verlassen, sondern würden sich im Falle einer Niederlage (die natürlich nicht erwartet wird) auf die bundesweite Übernahme der AfD-LaVos konzentrieren, in denen derzeit (noch) „Rechte“ sind (angefangen in NRW). Hierzu werden bereits „Kompetenz-Teams“ aufgebaut. Die Partei soll also entweder gekapert oder langfristig unterwandert werden (KEINE eigene Weckruf-Partei!).

Warum?

Es würden nicht alle Unterzeichner dem Weckruf folgen, außerdem sieht man sich in Ämtern und Funktionen in den Gliederungen und auch bei den Mandatsträgern bereits sehr gut personell vertreten und vor allem will man nicht auf die bereits erwirtschaftete Parteien-Finanzierung verzichten.

3.) In Essen wird man mit Weckruf-Buttons als homogene Gruppe auftreten, Versammlungsleitung muss erreicht und konsequent durchgesetzt werden. Lucke wird „seine“ Kandidaten explizit vorstellen, die Weckruf-Jünger werden diese Personen mit stehenden Ovationen frenetisch feiern. Störer, Fragesteller (Blockieren der Mikros etc.) werden organisiert, um die „Unentschlossenen“ in Essen auf die Weckruf-Seite zu ziehen.

4.) Es bestehen bereits feste Strukturen in allen AfD-Gliederungen bundesweit. Ziel ist mittelfristig, Weckruf-Mehrheiten in allen Funktionen zu installieren (bis runter in die KVs) – gestern im Bezirk Köln wurden bereits 4 Weckrufler in den BV gewählt.

5.) Die JA soll durch eine Weckruf-Jugendorganisation ergänzt werden.

5.) Konservative und Patrioten („Rechte“) sollen innerparteilich diffamiert, ausgegrenzt, isoliert und bei Bedarf auch persönlich diskreditiert werden (Ziel: Frustration, Aufgabe, Inaktivität, Herausdrängen aus der Partei).

6.) Im etablierten Parteienspektrum geht man von einem stabilen Zielwert von 5%-6% Wählerschaft aus.

Anmerkung. Keinesfalls will man,wie die EU-kritischen Parteien, > 20% erreichen. Dafür fließt das Geld.