08.07.2015 Der Weckruf sammelt seine Anhänger ein

Drei Tage liegt der Bundesparteitag der AfD nun zurück. Die AfD richtet den Blick nach vorn. Was der Weckruf macht, wird schon bald niemanden mehr interessieren. Wenn es zu einer Parteineugründung kommt, wonach es im Moment aussieht, mag eine Kleinpartei entstehen, die der FDP Stimmen wegnehmen kann und dazu beiträgt, dass beide Parteien künftig unter der 5%-Hürde gehalten werden. Das wäre nicht das Schlechteste. Es kann auch sein, dass der Weckruf schlicht in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Ganz leicht scheinen es die Weckrufer mit ihrer Parteineugründung nicht zu haben, wie  man dem unten stehenden Aufruf von Jürgen Joost, Ex-Generalsekretär von Ulrike Trebesius, entnehmen kann:

Aufruf zur Neugründung:

Liebe Mitstreiter,
im Anhang finden Sie einen mit Bernd Lucke abgestimmten Text für eine Website, die zum Neustart aufrufen wird. Diese Seite soll noch heute Abend online gehen. Es geht darum, sich als Mitglied einer zukünftigen Partei vormerken zu lassen bzw. sein Interesse zu bekunden. Wir wollen dies auch allen derzeitigen und früheren AfD-Mitgliedern anbieten, die zwar nicht Mitglied im Weckruf sind, aber genauso handeln möchten wir. Gleichzeitig ist es ein Aufruf an Mandats- und Funktionsträger der AfD, sich uns anzuschließen.

Da es eine Aufforderung an unsere Europaabgeordneten ist, für diese Neugründung zur Verfügung zu stehen, sollte der Aufruf von möglichst vielen Mitgliedern unterzeichnet sein, die der AfD nicht mehr angehören oder deren Austritt unmittelbar bevor steht. Wir benötigen dieses Einverständnis allerdings sehr schnell, spätestens bis 16:30 Uhr (wer später dazu kommt, wird nachgetragen).

Die herzliche Bitte an alle Länderkoordinatoren des Weckrufs, die bereit sind, diesen Aufruf mit zu zeichnen: Schicken Sie mir eine kurze Antwort Mail mit Namen und Bundesland.
Herzliche Grüße
Jürgen Joost
(Vorstandsmitglied Weckruf2015)

Und hier der mit Bernd Lucke abgestimmte Text:

Deutschland braucht eine seriöse Alternative zu den Altparteien!

Die Griechenlandkrise zeigt es genauso wie die verfehlte Energiewende, die schlecht gesteuerte Zuwanderung, die Bildungsmisere und die Sparer, die keine Zinsen mehr erhalten: Deutschland braucht eine seriöse Alternative zu den Altparteien!

Die AfD hätte diese Alternative sein können. Aber seit dem Essener Parteitag ist die AfD in die Hand von Demagogen und Wutbürgern gefallen, die mit offen islamfeindlichen, antiwestlichen, nationalistischen und latent ausländerfeindlichen Parolen Stimmung machen. Das widert uns an. Deshalb haben wir die AfD verlassen. Wir möchten alle redlichen, anständigen AfD-Mitglieder bitten, es uns gleich zu tun. Der Massenaustritt der letzten Tage spricht eine deutliche Sprache: Die AfD ist verloren.

Die große Austrittswelle hat aber den Vorteil, dass wir die rechten Phrasendrescher, die Verschwörungstheoretiker, die Querulanten, Intriganten und Karrieristen nun achtlos zurücklassen können. Deshalb:

Lassen Sie uns nicht verzagen – sondern einen Neustart wagen! Lassen Sie die AfD der Gründungsphase unter neuem Namen wiedererstehen! Denn die politische Aufgabe ist unverändert dringlich. Binnen 24 Stunden haben uns nicht nur allein 2000 Unterstützer des Weckrufs ihren Austritt aus der AfD mitgeteilt, nein sie haben auch mit überwältigender Mehrheit eine Neugründung verlangt und sich bereit erklärt, daran aktiv mitzuarbeiten.

Bitte schließen Sie sich uns an! Wenn auch Sie eine Neugründung wünschen, geben Sie bitte in dem Formular eine entsprechende Interessensbekundung ab. Appellieren Sie damit auch an das uns nahestehende Führungspersonal der AfD in den Parlamenten und den bisherigen Landesvorständen, appellieren Sie insbesondere an Bernd Lucke, Ulrike Trebesius, Bernd Kölmel, Hans-Olaf Henkel und Joachim Starbatty:

Gründen Sie gemeinsam mit uns die AfD des Jahres 2013 neu! Unsere Gründungsideale dürfen nicht untergehen! Wir sind es unseren Kindern und unserem Land schuldig!

Für viele engagierte ehemalige AfD-Mitglieder,

(Unterschriften)

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